• Judith Kaluaji
  • Live: Kinshasa

Alltagsheldinnen

Die Geschichten der Comiczeichnerin Judith Kaluaji sind von starken Frauen aus ihrem Umfeld in Kinshasa inspiriert. In ihren Comics ist die Frau allgegenwärtig: Manchmal ist sie Femme fatale, in ihrem Aussehen und in ihren Worten, manchmal das Gegenteil, aber die Künstlerin präsentiert immer das Bild einer befreiten und selbstbewussten Frau.

Video: Judith Kaluaji / Videobearbeitung: Mukenge/Schellhammer

In diesem Video erklärt Judith Kaluaji, wie sie von der Malerei zum Comic gekommen ist. Trotz ihres jungen Alters hat sie mehrere selbst produzierte Comics veröffentlicht und gilt als eine der vielversprechendsten jungen Künstlerinnen im kongolesischen Comic. Die oft feministischen Themen ihrer selbst produzierten Comics spiegeln die Rolle der Frauen in der kongolesischen Gesellschaft wider.

In den meisten ihrer Geschichten sind die Hauptfiguren starke Frauen, die durch ihre Unabhängigkeit, Selbstvertrauen und Intelligenz auffallen. Judith Kaluaji erklärt in diesem Video, dass ihre Figuren von den Frauen um sie herum in Kinshasa inspiriert sind: Frauen in Handel, Unternehmen, Bürokratie usw. Judith Kaluaji möchte mit ihrer Kunst diese Frauen unterstützen, einer der Gründe, warum sie sich in der weitgehend von Männern dominierten Kunstszene etabliert hat.

Eines der Merkmale dieser Frauen ist ihre außergewöhnliche Kleidung: Mit schicker Kleidung drücken sie ihren feministischen Geist aus. Wenn sie gut gekleidet sind, fühlen sie sich stolz, modern und ehrgeizig. Mode im Allgemeinen hat in Kinshasa eine lange Tradition: Der weltweite Ruhm der „Société des Ambianceurs et des Personnes Elégantes“ („Gesellschaft der Unterhalter und eleganten Personen“) ist bis heute ungebrochen.

Beteiligte in dem Video: Judith Kaluaji, Cathya Djunga, Joice Dikoko

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